Meine Schwester An(n)a

Essstörungen werden in unserer Gesellschaft immer häufiger und es erkranken immer mehr Jugendliche daran. Da die meisten Betroffenen im Teenageralter liegen und es schockierenderweise pro Klasse durchschnittlich einen oder eine Leidtragende geben soll, versuchte die Schauspielerin Johanna Martin auf Einladung von OStRin Birgit Weber den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Vilshofen das Theaterstück ,,Meine Schwester An(n)a‘‘ von Mathias Schuh näherzubringen. 
In dem Stück geht es um eine Art von Essstörung: Bulimie, auch Ess-Brechsucht genannt. Erkrankte leiden unter starken Fressattacken und halten sich für zu dick, obwohl sie oft, aber nicht immer, weit unter dem Normalgewicht liegen. Diese Attacken führen zu Schuldgefühlen, zu viel gegessen zu haben und man bringt sich durch eigene Maßnahmen zum Erbrechen, um ja nicht zuzunehmen. 
Als Beispiel erzählte die Schauspielerin die traurige Geschichte von Anna und ihrem Leidensweg mit Bulimie, der leider mit dem Suizid endete. Anna war kein Einzelfall, denn nicht alle Personen, die an Bulimie erkrankt sind, können endgültig durch Therapien geheilt werden. Viele kämpfen lebenslang mit der Krankheit, sterben an Organversagen oder sehen keinen anderen Ausweg, als sich das Leben zu nehmen. Ursachen für Bulimie sind beispielsweise ein geringes Selbstwertgefühl, der Tod eines Angehörigen oder sonstige psychische Belastungen. Um sich aber rechtzeitig helfen lassen zu können, sollte man auf jeden Fall das Gespräch mit anderen Personen suchen: sei es mit den Eltern, einer Freundin, einem Freund oder vielleicht auch mit einem (Schul-)Psychologen oder dem Hausarzt; denn umso schneller man etwas gegen diese Krankheit unternimmt, desto größer sind die Chancen auf Genesung. Auf keinen Fall sollte man sich für diese Erkrankung schämen oder Angst haben, mit jemandem darüber zu reden, denn ungefähr 4% der Menschen in Deutschland haben Bulimie und die Dunkelziffer ist wesentlich höher.

Die Schülerinnen und Schüler bedanken sich bei Johanna Martin für die grandiose und rührende Vorstellung, durch die man sich auch als nicht Betroffener gut in die Lage Beteiligter hineinversetzen konnte. Einige haben an der einen oder anderen Stellen sogar ein kleines Tränchen vergossen.

Anna Schwiewager und Adeline Rung, 9d

Schauspielerin Johanna Martin

 

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