Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Vilshofen, die bei der diesjährigen Fastenaktion mitgemacht haben, wollen mit ihrer Spende Erdbebenopfern in Syrien helfen, die mittlerweile etwas in Vergessenheit geraten sind.

Die Teilnehmer an der Fastenaktion freuen sich mit Stellvertretender Schulleiterin Bärbel Krautloher und Religionslehrerin Edeltraud Weber über das erreichte Spendenergebnis von 1.400 Euro.

Bei dem Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion Anfang Februar 2023 sind nach Schätzungen mindestens 50.000 Menschen ums Leben gekommen und über hunderttausend verletzt worden; Millionen verloren ihre Häuser und Wohnungen. Staatliche Hilfe lief nur schleppend oder gar nicht an. So sind viele Menschen nicht in den großen offiziellen Zeltstädten untergekommen, sondern harren in kleinen improvisierten Lagern zwischen den Ruinen ihrer zerstörten Häuser aus. Nach wie vor ist Hilfe für die Erdbebenopfer dringend nötig.

Deshalb fassten die Gymnasiasten den Beschluss, das Ergebnis der diesjährigen Fastenaktion für vom Erdbeben betroffene Kinder in Syrien zu spenden. Der für Syrien zuständige syrisch-katholische Patriarch Ignatius Joseph III. Younan ist vielen Lehrern und auch Schülern noch persönlich bekannt, weil er vor einigen Jahren das Gymnasium Vilshofen besucht und über die Lage der Christen in Syrien, im Libanon und im Irak berichtet hat. Deshalb lag es nahe, ihm die Spende zukommen zu lassen. In diesem Jahr sind 1.400 Euro zusammengekommen, die das kleine Hilfswerk „Kyrill und Methodios e.V.“ auf 3.000 Euro erhöhen wird.

Mittlerweile ist es eine gute Tradition, dass die Religionsfachschaft am Gymnasium Vilshofen die Schülerinnen und Schüler in der Fastenzeit zu einer Fastenaktion für einen guten Zweck einlädt. Leitmotiv ist dabei das Jesuswort „Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, habt ihr mir getan“ (Mt 25, 40b), denn durch eigene Verzichtleistung und Einschränkung soll Menschen in Not geholfen werden.

Die Schüler suchen sich zunächst einen „Sponsor“, der ihnen jede einzelne „Fastenleistung“ mit einem kleinen Geldbetrag entlohnt. Auf einem Fastenkalender führen sie dann von Aschermittwoch bis Karsamstag täglich Buch über ihre guten Taten und Verzichtleistungen (z. B. auf Süßigkeiten, Fernseher, Computer etc.), die zu Beginn der Aktion gemeinsam mit dem Sponsor vereinbart werden. An Ostern erhalten sie von ihren Sponsoren (i. d. R. Eltern, Großeltern, Verwandte) den „erfasteten“ Geldbetrag ausbezahlt.

Die Schüler machen dabei für sich persönlich die Erfahrung, dass Fasten, Verzichten und sich bewusst Einschränken viele positive Wirkungen haben kann, wie z. B. Einübung von Selbstbeherrschung und Selbstbestimmung, Förderung der eigenen Gesundheit, Überwindung von Abhängigkeiten und negativen bzw. ungesunden Gewohnheiten; dadurch hat man mehr Zeit für Familie und Freunde – und auch für Gott. Andererseits tut man durch den eigenen Verzicht für andere Menschen Gutes; denn das „erfastete“ Geld wird für notleidende Menschen gespendet.

Patriarch Younan nach seinem Besuch in Aleppo kurz nach dem Erdbeben:

„Was ich sah, war unbeschreiblich: Zerstörung vieler Gebäude, Leid und Angst in den Gesichtern aller Menschen, besonders bei meinen Besuchen in Kirchen, Schulen und Pastoralzentren, wo Hunderte von Familien Zuflucht gesucht hatten.

Ich ging an einen Ort in Aleppo, wo das ganze Gebäude zerstört war. Mir wurde gesagt, der Zivilschutz habe 52 Leichen unter den Trümmern hervorgeholt.“

StDin Edeltraud Weber

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