Seit vielen Jahren werden am Gymnasium Vilshofen kurz vor Weihnachten Päckchen für Kinder in der Ukraine gesammelt. Immer mehr Grundschulen und Gymnasien aus dem näheren und weiteren Umfeld beteiligen sich an der Aktion, die Religionslehrerin Edeltraud Weber in Zusammenarbeit mit der Aktionsgemeinschaft Kyrill und Methodios e.V. organisiert und koordiniert.

Archimandrit Dr. Andreas-A. Thiermeyer, der Vorsitzende dieses kleinen in Eichstätt ansässigen Hilfswerks, kam dieses Jahr eigens nach Vilshofen, um den Schulleiterinnen und Schulleitern bzw. den Lehrkräften, die die A.K.M.-Päckchenaktion schon seit Jahren unterstützen, persönlich zu danken. Er lobte das Engagement der Lehrkräfte und Schüler der Grundschulen Aldersbach-Beutelsbach, Alkofen-Pleinting sowie Künzing-Gergweis. Sein Dank galt natürlich auch dem Gymnasium Vilshofen, dem Adalbert-Stifter-Gymnasium Passau sowie dem St.-Michael-Gymnasium Metten und dem Gymnasium Ergolding. Erstmals schlossen sich heuer auch das Gymnasium Leopoldinum Passau und die Evangelische Kindertagesstätte Pfarrkirchen der Weihnachtspäckchen-Aktion am Gymnasium Vilshofen an.

Ganz besonders erfreut war Dr. Thiermeyer über die Spende von 1.000 Euro, die ihm Sophia Preßl und Olta Hoxha aus der Klasse 9a des St.-Gisela-Gymnasiums Passau-Niedernburg zusammen mit ihren Päckchen überreichten. Die Schülerinnen hatten mit ihren Klassenkameradinnen in den Pausen selbstgemachte Salate, Brötchen und Kuchen verkauft. „Mit dieser Spende ist der Betrieb des Stromaggregats im Kinderkrankenhaus in Ternopil gesichert,“ freut sich der Archimandrit. Wegen des Kriegs kommt es in der Ukraine immer öfter und immer länger zu Stromausfällen. Deshalb ist ein Stromaggregat im Krankenhaus überlebensnotwendig. Aber der Betrieb ist teuer. „Durch eure Spende sind Entbindungen, Operationen und die Versorgung von Frühchen wieder gewährleistet,“ verspricht der Vorsitzende von A.K.M.e.V., der als Gründungsrektor des Collegium Orientale Eichstätt viele persönliche Kontakte zu Priestern und Bischöfen in der Ukraine hat.

Seit Kriegsbeginn habe sein kleines Hilfswerk Spenden und Hilfsgüter im Wert von bereits über 220.000 Euro in die Ukraine geschickt, so Thiermeyer. Und weil die niederbayerischen Schulen wieder so fleißig gesammelt haben, wird er zusammen mit den Päckchen einiger Pfarreien in der Diözese Eichstätt über 1.500 Weihnachtsgeschenke in die Ukraine schicken können.

Die Schülerinnen und Schüler haben ihre Pakete mit großer Freude und sehr liebevoll mit allerlei nützlichen und schönen Dingen bepackt, wissen die Lehrkräfte zu berichten. Manche haben mit der Hilfe ihrer ukrainischen Mitschüler ihrem Päckchen auch einen ukrainischen Weihnachtsgruß beigefügt. „Damit werden wir über 1.500 Kindern ein große – wahrscheinlich die einzige – Weihnachtsfreude machen können,“ freut sich der Archimandrit und bedankt sich bei allen Spendern.

Bild links : Päckchen- und Spendenübergabe an Archimandrit Dr. Andreas-A. Thiermeyer (v.l. Maria Gubisch, Monika Buchbauer, Pfr. Sebastian Wild, Sophia Preßl, Dr. Andreas-A. Thiermeyer, Olta Hoxha, Dr. Markus Eberhardt, Adriane Bachl-Tanaka, Stefan Winter, Edeltraud Weber)

Bild rechts : P. Firman aus Ternopil/Ukraine(2.v.l.) bei der Abholung der Päckchen. - Edeltraud Weber und die Klasse 6d des Gymnasiums Vilshofen freuen sich über den Erfolg ihrer Aktion.

Bild links: Grundschule Alkofen

Bild Mitte: Grundschule Aldersbach mit Rektorin Monika Buchbauer und Pfr. Sebastian Wild

Bild rechts: Grundschule Peinting

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