Durch die Augen einer besonderen Mitläuferin, konnten die Schülerinnen und Schüler der 9. und 11. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Vilshofen am Dienstag einen Blick auf die Geschichte des Nationalsozialismus werfen. Im Atrium der Schule fand die Lesung des Stücks „Ein deutsches Leben“ statt, das aus den Memoiren Brunhilde Pomsels erzählt. Sie arbeitete von 1942 – 1945 als Sekretärin von Joseph Goebbels. Kammerschauspielerin Elisabeth Erb verlieh durch ihre Erzählkraft und ihre überzeugende Art den Gedanken der jungen Sekretärin eine unheimliche Lebendigkeit. Mitreißend durch Schlager der 30 Jahre unterlegt breitete sich das Leben einer jungen Frau vor den Schülern aus, die von Liebe, politischem Desinteresse und dem Verschwinden von jüdischen Bekannten so unbedarft erzählt, dass man ihr fast abnimmt, wenn sie sagt: „Ich hatte keine Ahnung, von dem was mit den Juden passierte. Was da in den Konzentrationslagern geschah, davon habe ich erst viel später erfahren.“ Wie glaubwürdig so manche Aussage bei kritischer Betrachtung bleibt, wird eine Reflexion im Unterricht zeigen müssen. Eines wurde den jungen Zuschauern jedoch deutlich bewusst, die Generation der Mitläufer konnte am eigenen Verhalten oft keine Fehler, dafür aber viele Ausflüchte finden. So verwundert es nicht, dass Brunhilde mit völligem Unverständnis auf ihre Festnahme durch sowjetische Truppen im Mai 1945 und ihre fünfjährige Internierung blickt.

StRin Ulrike Karl

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