Im Lauf des Vorbereitungsdienstes für das Zweite Staatsexamen lernen die Referendarinnen und Referendare des Gymnasiums Vilshofen vielfältige theoretische und praktische Inhalte kennen: So werden sie mit dem Rüstzeug für nachhaltigen und erfolgreichen Unterricht ebenso vertraut gemacht wie mit unterschiedlichen Konzepten gelungener pädagogischer Arbeit. Um den Blick über das Gymnasium hinaus zu richten, bildet der Besuch einer anderen Schulart den Abschluss der Ausbildung. So machte sich das Studienseminar 2021/23 auf den Weg zur Montessori-Schule Vilshofen, um dort einen Vormittag zu verbringen.

Nach der Begrüßung durch die Schulleiterin der Primarstufe Johanna Eberle stand zunächst der Besuch einer Unterrichtsstunde in Kleingruppen auf dem Plan. Dort konnte man das Motto der Schule – „Meinem Selbst vertrauen“ – in die Praxis umgesetzt sehen: Die Kinder, die jeweils in gemischten Altersstufen von der ersten bis vierten Klasse unterrichtet werden, wählen ihre Inhalte selbst aus, suchen sich einen Partner oder eine Partnerin und widmen sich dann der jeweiligen Aufgabe. Diese wird anhand gezielt vorbereiteter Materialien durchgeführt und gelöst, sodass die Kinder weitgehend selbstgesteuert neues Wissen und neue Fertigkeiten erwerben können. Die Lehrkräfte stehen unterstützend zur Seite und greifen bei Bedarf ein, wenn sich Probleme ergeben. Interessant sind auch die Rituale, die sich rhythmisiert immer wieder zeigen: So begrüßen sich die Schülerinnen und Schüler morgens individuell, und zeitliche Vorgaben beziehungsweise Hinweise auf notwendige Konzentration werden akustisch gegeben.

Beeindruckt von den Beobachtungen bildete eine Gesprächsrunde mit Frau Eberle sowie Frau Weinzierl, Leiterin der Sekundarstufe, den zweiten Teil des Besuchs. Hier konnten unsere jungen Kolleginnen und Kollegen ihre Fragen stellen sowie Feststellungen artikulieren. Insbesondere die Perspektive, welche Elemente aus der Montessoripädagogik an der weiterführenden Schule aufgegriffen werden können, stand hierbei im Mittelpunkt. Eine Schnittstelle zwischen den beiden Schulformen ergibt sich dadurch, dass Kinder aus der Montessori-Grundschule verpflichtend den Probeunterricht durchlaufen müssen, bevor sie ans Gymnasium wechseln können. Auch die Frage, welche Eigenschaften Schülerinnen und Schüler besitzen sollen, um mit dem Konzept der italienischen Pädagogin glücklich zu werden, wird diskutiert.

Abgeschlossen wurde der Besuchstag mit einem Rundgang durch das Gebäude, das einen sehr offenen und, unterstützt durch die verwendeten Materialien, natürlichen Eindruck vermittelte.

Nach der Überreichung der Eule, dem Maskottchen des Gymnasiums Vilshofen, an Frau Eberle verabschiedete sich das Seminar mit vielen neu gewonnenen Einblicken und Eindrücken.

Herzlichen Dank für die Offenheit und schöne Möglichkeit des gegenseitigen Kennenlernens! Darauf bauen wir in Zukunft gerne auf.

StD Dr. Christian Große

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